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Ein Besprechungsraum ist oft nur ein Raum auf dem Grundriss – aber in der Praxis ist er einer der häufig besuchten Orte im Unternehmen. Warum? Weil hier Entscheidungen fallen, Abstimmungen passieren, Konflikte gelöst werden und Projekte Fahrt aufnehmen (oder stecken bleiben). Und genau deshalb lohnt es sich, die Besprechungsraum Einrichtung nicht dem Zufall zu überlassen.
Die gute Nachricht: Sie brauchen dafür keinen enormen Aufwand betreiben und auch keine wochenlange Planung. Häufig reichen ein paar gezielte Maßnahmen, etwa Luftreinigungsgeräte wie der Air Cleaner Q, neue Ordnungssysteme oder ein paar Akustikpaneele, die sofort Wirkung zeigen – bei Konzentration, Meetingqualität, Technikstress und dem Eindruck bei Kunden. In diesem Beitrag finden Sie 12 konkrete Maßnahmen, mit denen Sie Ihren Besprechungsraum spürbar verbessern.
Was ein guter Besprechungsraum leisten muss
Bevor Sie Geld in Möbel oder Technik stecken, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck: Ein Besprechungsraum ist dann gut, wenn er Ihre Meetings einfacher, klarer und schneller macht.
Ein funktionierender Raum sorgt dafür, dass…
- Menschen sich konzentrieren können
- Gespräche verständlich bleiben (auch hybrid)
- Technik nicht im Weg steht
- der Raum angenehm wirkt (Licht, Akustik, Luft)
- die Einrichtung Ihre Arbeitsweise unterstützt – nicht blockiert
Wenn Sie nur einen Satz mitnehmen wollen, dann diesen: Erst Nutzung definieren, dann einrichten. Denn ein Besprechungsraum ist kein Showroom, sondern ein Arbeitsraum. Je klarer Sie wissen, wofür der Raum im Alltag genutzt wird, desto leichter treffen Sie die richtigen Entscheidungen bei Möbeln, Technik und Ausstattung.
Ein Raum für kurze Status-Meetings braucht andere Prioritäten als ein Workshopraum oder ein Raum für Kundentermine. Auch die Teilnehmerzahl und der Anteil hybrider Meetings verändern die Anforderungen deutlich. Wenn Sie hier sauber vorarbeiten, vermeiden Sie Fehlkäufe, sparen Budget und schaffen eine Umgebung, in der Meetings spürbar besser funktionieren – Tag für Tag.
So planen Sie Ihren Besprechungsraum sinnvoll
Viele Unternehmen machen bei der Besprechungsraum Einrichtung denselben Fehler: Es wird zuerst gekauft, weil „jetzt einfach etwas passieren muss“. Neue Stühle, ein größeres Display oder irgendein Technik-Upgrade fühlen sich nach Fortschritt an – doch am Ende passt die Ausstattung häufig nicht zur tatsächlichen Nutzung. Der Raum wirkt zwar modernisiert, funktioniert im Alltag aber nicht besser. Und genau dann entstehen die typischen Zusatzkosten: Nachrüsten, Umtauschen, improvisieren, neu beauftragen.
Der bessere Weg ist nicht „möglichst günstig“, sondern durchdacht investieren. Denn sinnvolle Investitionen zahlen sich aus, wenn sie das Meeting-Erlebnis spürbar verbessern – und zwar dauerhaft. Damit Ihnen genau das gelingt, sollten Sie vorab ein paar grundlegende Punkte klären.
Klären Sie die Nutzung – nicht die Theorie
Bevor Sie etwas verändern, schauen Sie auf die Realität: Wie viele Personen sitzen üblicherweise in diesem Raum? Es geht nicht darum, wie viele Menschen irgendwie hineinpassen, sondern wie der Raum im Alltag genutzt wird. Ein Raum, der meistens mit vier bis sechs Personen belegt ist, braucht eine andere Einrichtung als ein Raum, der regelmäßig komplett voll ist. Wenn Sie hier sauber planen, vermeiden Sie sowohl Überdimensionierung als auch Engpässe.
Definieren Sie den Standardfall Ihrer Meetings
Ebenso wichtig ist die Frage, welche Meetingform bei Ihnen die Regel ist. Finden hier vor allem kurze Status-Meetings statt, nutzen Sie den Raum für Workshops und Projektarbeit oder empfangen Sie regelmäßig Kunden? Je nachdem verändern sich Ihre Prioritäten. In einem Workshopraum zählt Flexibilität und Visualisierung, während bei Kundenterminen ein professioneller Eindruck und reibungslose Abläufe im Vordergrund stehen.
Planen Sie hybride Meetings von Anfang an mit
Wenn hybride Meetings bei Ihnen häufig vorkommen, sollte der Raum dafür ausgelegt sein – nicht „irgendwie kompatibel“. Gute Tonqualität, eine saubere Kameraposition und eine einfache Bedienung sind keine Extras, sondern Produktivitätsfaktoren. Wenn hier ständig etwas hakt, verlieren Sie in Summe über Wochen und Monate deutlich mehr Zeit als jede sinnvolle Investition kostet.
Denken Sie Raumkomfort als Leistungsfaktor
Ein Besprechungsraum ist nur dann wirklich gut, wenn Menschen darin konzentriert arbeiten können. Dazu gehören Licht, Akustik und – ganz entscheidend – das Raumklima. Gerade bei innenliegenden Räumen oder bei wechselnder Belegung wird Luftqualität schnell zum Faktor, der Meetings spürbar beeinflusst. Wenn Sie diesen Punkt ignorieren, bleibt der Raum trotz neuer Möbel „anstrengend“. Wenn Sie ihn berücksichtigen, wird der Raum deutlich angenehmer und produktiver.
Legen Sie fest, was zuverlässig funktionieren muss
Zum Schluss sollten Sie definieren, welche Dinge im Raum absolut zuverlässig laufen müssen – ohne Ausnahme. Das betrifft vor allem Präsentation, Sound und Technik. Hier gilt: Lieber klar, robust und leicht bedienbar als beeindruckend auf dem Papier. Ein Raum, der einfach funktioniert, wirkt automatisch professionell – und spart Ihnen im Alltag spürbar Zeit.
Wenn Ihr Besprechungsraum täglich genutzt wird, sollten Sie ihn wie ein zentrales Arbeitswerkzeug behandeln. Durchdachte Investitionen in Komfort, Technik und Raumqualität zahlen sich oft schneller aus als der Versuch, überall „günstig“ zu bleiben.
12 Maßnahmen mit maximaler Wirkung
Ein Besprechungsraum entscheidet oft darüber, wie gut Ihr Unternehmen arbeitet. Denn hier entstehen Abstimmungen, Entscheidungen und Ergebnisse – oder eben Diskussionen, Verzögerungen und unnötiger Stress. Viele Räume wirken auf den ersten Blick „okay“, doch im Alltag zeigt sich schnell, wo es hakt: Technik funktioniert nicht zuverlässig, Gespräche sind anstrengend, es hallt, die Luft wird stickig oder alle sitzen unruhig, weil die Einrichtung nicht zum Ablauf passt.
Die Lösung ist selten ein kompletter Umbau. Viel wichtiger sind durchdachte Maßnahmen, die den Raum wirklich nutzbar machen – für kurze Status-Meetings genauso wie für Workshops oder hybride Termine mit Kollegen und Kunden. Genau deshalb geht es in den folgenden 12 Punkten nicht darum, überall zu sparen, sondern sinnvoll zu investieren: in Komfort, Klarheit, gute Abläufe und einen Raum, der Sie im Alltag unterstützt. Wenn Sie diese Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen, spüren Sie die Wirkung meist sofort – und bei jedem Meeting aufs Neue.
1. Wählen Sie den Tisch nach Funktion – nicht nach Optik
Der Tisch ist das Zentrum Ihres Besprechungsraums. Und trotzdem ist er häufig der Grund, warum Meetings unruhig starten: Laptops finden keinen Platz, Unterlagen stapeln sich, Kabel hängen im Weg.
Achten Sie darauf, dass der Tisch genug Fläche bietet und sinnvoll im Raum steht. Entscheidend ist nicht, ob er „repräsentativ“ wirkt, sondern ob er die Nutzung unterstützt. Ein funktionaler Tisch sorgt für Ordnung, weniger Stress und einen professionellen Start in jedes Meeting.
2. Setzen Sie auf Stühle, die Konzentration unterstützen
Ein Meeting kann fachlich gut sein – und trotzdem zäh wirken. Der Grund ist oft banal: Wenn niemand bequem sitzt, sinkt die Aufmerksamkeit deutlich schneller.
Gute Stühle unterstützen Rücken und Haltung, wirken einheitlich und sorgen dafür, dass Teilnehmer auch nach 60 Minuten noch konzentriert bleiben. Bequem sitzen heißt besser denken – und genau dafür ist ein Besprechungsraum da.
3. Verbessern Sie die Akustik – der unterschätzte Produktivitäts-Booster
Wenn ein Raum hallt, werden Gespräche automatisch anstrengender. Man spricht lauter, wiederholt Sätze und ist schneller genervt – oft ohne genau zu merken, warum. Hybrid wird es noch schlimmer, weil Mikrofone jeden Nachhall verstärken: Online-Teilnehmer hören ein unangenehmes Echo, Stimmen klingen „blechern“ und es entsteht schneller Chaos, weil Zwischenfragen untergehen oder Sätze doppelt gesagt werden. Das kostet Zeit, Konzentration und am Ende auch Nerven.
Die gute Nachricht: Akustik lässt sich meist deutlich verbessern, ohne dass Sie den Raum komplett umbauen müssen. Häufig reicht es schon, gezielt einige schallharte Flächen zu entschärfen. Sehr wirksam sind zum Beispiel Akustikpaneele an den Wänden, idealerweise dort, wo Schall direkt reflektiert wird (oft gegenüber vom Tisch oder hinter dem Bildschirm).
Auch Deckenabsorber sind eine starke Lösung, gerade wenn der Raum hohe Decken hat oder viele glatte Oberflächen. Wenn Sie es flexibler möchten, können mobile Stellwände mit Akustikfunktion helfen – besonders bei Räumen, die auch für Workshops genutzt werden.
Weitere einfache Hebel sind Teppiche oder Teppichfliesen, schallabsorbierende Bilder, Vorhänge (falls Fenster vorhanden sind) oder sogar gut platzierte Regale mit Struktur. Wichtig ist: Lieber zwei bis drei wirksame Elemente richtig platzieren, als viele Kleinigkeiten irgendwo verteilen. Gute Akustik macht Meetings ruhiger, klarer und schneller – und wirkt sofort professioneller, sowohl im Raum als auch im Video-Call.
4. Optimieren Sie das Licht – damit der Raum leistungsfähig bleibt
Schlechtes Licht macht müde – und zwar schneller, als viele denken. Wenn ein Besprechungsraum zu dunkel ist, sinkt die Aufmerksamkeit, die Energie im Gespräch fällt ab und Meetings ziehen sich unnötig in die Länge. Zu kaltes, grelles Licht wirkt dagegen steril und unangenehm, fast wie in einem Wartezimmer. Und Blendung ist der absolute Klassiker: Sobald der Bildschirm spiegelt oder jemand direkt in eine Leuchte schaut, ist der Fokus weg – besonders bei Präsentationen oder hybriden Calls.
Wenn Sie Licht bewusst planen, fühlt sich der Raum nicht nur besser an – er funktioniert auch besser. Ein guter Ansatz ist, den Raum in „Zonen“ zu denken: Sie brauchen ausreichend Licht für Notizen und Gespräch, aber auch eine angenehme Situation für Präsentationen, ohne dass das Bild auf dem Screen leidet. Sehr wirksam sind Pendelleuchten über dem Tisch, weil sie direkt dort Licht geben, wo es gebraucht wird. Ergänzend können Deckenpanels oder schlanke LED-Leisten für eine gleichmäßige Grundhelligkeit sorgen.
Für mehr Atmosphäre und weniger „Bürogefühl“ helfen indirekte Lichtquellen, zum Beispiel eine dezente Stehleuchte in der Ecke oder Wandleuchten, die den Raum weicher wirken lassen. Achten Sie außerdem auf eine gute Positionierung: Licht sollte nicht direkt von hinten auf den Bildschirm fallen und keine harten Schatten auf Gesichter werfen – das ist auch für Videokonferenzen entscheidend. Licht ist ein Konzentrationsfaktor. Und ein Raum, der konzentriert macht, spart Zeit – bei jedem einzelnen Meeting.
5. Denken Sie Luftqualität als Meetingfaktor – nicht als Nebensache
Ein Raum kann perfekt eingerichtet sein: Wenn die Luft schlecht ist, wird es trotzdem zäh. Gerade in innenliegenden Besprechungsräumen oder bei stark wechselnder Belegung wird es schnell stickig und geruchsintensiv. Typisch ist das Szenario: Das Meeting startet mit drei Personen, nach zehn Minuten sind es acht – und plötzlich wird die Luft warm, schwer und „verbraucht“. Die Konzentration sinkt, Diskussionen werden zäher und die Aufmerksamkeit wandert schneller ab. Oft merkt man erst beim Verlassen des Raums, wie belastend es eigentlich war.
Genau deshalb sollten Sie Luftqualität als festen Meetingfaktor betrachten – nicht als Nebensache. Ein guter erster Schritt sind klare Routinen, zum Beispiel: vor dem Meeting kurz lüften, nach dem Meeting zwei bis drei Minuten Stoßlüften und bei längeren Terminen eine kurze Lüftungspause einplanen. Zusätzlich hilft Sensorik, etwa ein CO₂-Sensor, der Ihnen zeigt, wann es wirklich Zeit wird zu handeln – statt nur nach Gefühl zu entscheiden.
In vielen Gebäuden ist das Lüften jedoch begrenzt möglich, zum Beispiel bei innenliegenden Räumen, fehlenden Fenstern oder hoher Auslastung über den ganzen Tag. Dann lohnt sich eine technische Lösung wie Luftreiniger oder deckengebundene Systeme, die kontinuierlich zur Raumluftqualität beitragen, ohne Stellfläche zu verbrauchen. Besonders praktisch sind Lösungen, die sich in eine System- oder Rasterdecke integrieren lassen und automatisch auf wechselnde Belastung reagieren.
Wenn Ihr Besprechungsraum innenliegt oder besonders stark genutzt wird, kann eine Systemdecken-Lösung wie der AirCleanerQ eine sinnvolle Ergänzung sein, um eine frische und hygienische Atmosphäre zu unterstützen:
6. Machen Sie Strom & Kabelmanagement professionell
Nichts zerstört den Meetingstart schneller als Technikchaos. „Wo ist das Kabel?“ „Wer hat den Adapter?“ „Wo kann ich mich einstecken?“ Das wirkt hektisch und kostet jedes Mal Minuten. Sorgen Sie deshalb für eine klare Lösung direkt am Tisch: zum Beispiel mit einer Tischanschlussbox, Bodensteckdosen oder sauber geführten Kabelkanälen.
Auch ein fester Platz für HDMI-/USB-C-Kabel und die wichtigsten Adapter reduziert Störungen sofort. Wenn Stromversorgung und Kabel ordentlich gelöst sind, wirkt der Raum strukturierter und professioneller. Kabelmanagement ist keine Kleinigkeit – es ist Meetingeffizienz.
7. Standardisieren Sie das hybride Meeting-Setup
Hybride Meetings sind Alltag. Trotzdem fühlen sie sich in vielen Unternehmen an wie ein improvisierter Notfallmodus: Der Termin startet mit fünf Minuten Technikstress, jemand sitzt zu weit weg vom Mikrofon, das Bild ist schief und die Online-Teilnehmer hören nur die Hälfte. Das wirkt nicht nur unprofessionell, es kostet auch Energie – und zwar in jedem einzelnen Meeting.
Wenn Sie hybride Meetings ernst nehmen, brauchen Sie vor allem drei Dinge: guten Ton, ein klares Bild und eine einfache Bedienung. Ton ist dabei der wichtigste Faktor. Ein gutes Konferenzmikrofon oder ein sauber abgestimmter Lautsprecher sorgt dafür, dass alle Stimmen verständlich bleiben – ohne Nachfragen und ohne lautes Wiederholen.
Die Kamera sollte so positioniert sein, dass der Raum und die Teilnehmer natürlich wirken, statt wie eine Überwachungskamera in der Ecke. Und der Screen muss groß genug sein, damit Online-Teilnehmer nicht wie kleine Briefmarken erscheinen.
Der entscheidende Hebel ist jedoch die Standardisierung: Wenn jeder Besprechungsraum gleich aufgebaut ist, weiß jeder sofort, wie es funktioniert. Keine neuen Kabel, keine neuen Apps, keine neue Logik. So laufen hybride Termine entspannter – und die Online-Teilnehmer sind wirklich integriert. Standard schlägt Speziallösung – weil er im Alltag zuverlässig ist.
8. Schaffen Sie eine klare Blickführung – damit Meetings ruhiger laufen
Wenn Teilnehmer nicht wissen, worauf sie schauen sollen, entsteht Unruhe. Das passiert zum Beispiel, wenn der Screen ungünstig hängt oder das Whiteboard in einer Ecke steht, die niemand nutzt.
Mit einer sinnvollen Positionierung von Screen, Tisch und Visualisierungsfläche wird der Raum automatisch klarer. Ein gut geführter Raum führt auch das Meeting – ohne dass Sie es merken.
9. Geben Sie dem Raum eine Workshop-Fläche (statt nur Tisch & Screen)
Viele Meetings dauern zu lange, weil Inhalte nicht sichtbar werden. Statt Entscheidungen zu treffen, drehen sich Gespräche im Kreis, weil jeder etwas anderes im Kopf hat. Sobald Sie Informationen sichtbar machen, entsteht Klarheit: Ziele, Aufgaben, Prioritäten und offene Punkte werden greifbar – und Missverständnisse verschwinden deutlich schneller. Genau deshalb ist eine Workshop-Fläche in einem Besprechungsraum oft wertvoller als das nächste Technik-Upgrade.
Sie brauchen dafür keinen riesigen Kreativraum. Schon ein gut platziertes Whiteboard, ein Glasboard oder eine freie Wandfläche, die Sie als Visualisierungszone nutzen, reicht häufig aus. Wichtig ist, dass diese Fläche im Raum nicht „irgendwo“ steht, sondern bewusst eingeplant wird: gut erreichbar, gut beleuchtet und so positioniert, dass alle sie sehen können – auch bei hybriden Meetings.
Damit es wirklich genutzt wird, sollten die Basics immer griffbereit sein: funktionierende Marker, Magnete, Reinigungstuch, Post-its und ein kleiner Vorrat an Moderationskarten. Besonders praktisch ist ein festes „Workshop-Kit“ im Raum, damit niemand erst Material zusammensuchen muss. So wird aus einem reinen Besprechungsraum ein Raum, in dem echte Ergebnisse entstehen. Wer sichtbar arbeitet, arbeitet schneller.
10. Legen Sie ein Meeting-Kit an
Ein Meeting scheitert selten an großen Themen – sondern an kleinen fehlenden Dingen: Stift leer, Adapter weg, Fernbedienung verschwunden oder die Batterien sind genau dann leer, wenn ein Kundentermin startet. Das klingt banal, sorgt aber jedes Mal für dieselbe Kettenreaktion: Unruhe im Raum, unnötige Unterbrechungen und ein Start, der sich improvisiert anfühlt. Und wenn das regelmäßig passiert, leidet nicht nur die Effizienz, sondern auch der professionelle Eindruck.
Ein festes Meeting-Kit im Raum wirkt simpel, spart aber im Alltag enorm viel Zeit und Nerven. Wichtig ist, dass es einen festen Platz hat – idealerweise in einer Schublade oder einer kleinen Box, die klar beschriftet ist. Typische Inhalte sind zum Beispiel USB-C- und HDMI-Adapter, ein kurzes HDMI-Kabel, Ersatzbatterien, Marker, Post-its, ein Screen-Reinigungstuch und ein paar Kugelschreiber. Wenn Sie regelmäßig hybrid arbeiten, lohnt sich zusätzlich ein kleines Set mit einem Headset oder einem Ersatzkabel für Mikrofon/Camera.
Der Trick ist: Machen Sie es so einfach, dass niemand nachdenken muss. Dann bleibt der Raum vorbereitet, Meetings starten ruhig – und Sie wirken automatisch professioneller.
11. Reduzieren Sie Ablenkung – und erhöhen Sie Fokus
Ein Raum muss nicht voll sein, um hochwertig zu wirken. Im Gegenteil: Zu viele Elemente, Farben oder Möbel erzeugen Unruhe und Ablenkung – und genau das spüren Sie in Meetings sofort. Wenn überall etwas „passiert“, fällt es schwerer, den Fokus zu halten. Teilnehmer greifen häufiger zum Handy, Gespräche springen zwischen Themen, und Diskussionen werden schneller unstrukturiert. Das ist kein Charakterproblem, sondern oft ein Raumproblem.
Weniger, gezielter und aufgeräumt wirkt fast immer besser – und macht Meetings automatisch fokussierter. Prüfen Sie deshalb, was wirklich in den Raum gehört. Alles, was keine klare Funktion hat, darf raus: alte Prospekte, überflüssige Deko, zusätzliche Stühle, unnötige Möbel oder technische Geräte, die niemand nutzt. Auch visuelle Reize wie zu viele Poster, wechselnde Farben oder ein „bunter Mix“ an Materialien können den Raum unruhig wirken lassen.
Ein sehr einfacher Hebel ist eine bewusst „ruhige Zone“ im Raum: zum Beispiel eine freie Wandfläche ohne Ablenkung oder eine saubere, aufgeräumte Tischfläche ohne Kabel und Kleinteile. Kombinieren Sie das mit ein bis zwei gezielten Elementen wie einer Pflanze, einem Akustikbild oder einem klaren Farbakzent – und der Raum wirkt sofort hochwertiger. Ruhe im Raum bringt Ruhe ins Gespräch.
12. Optimieren Sie die Nutzung – damit der Raum dauerhaft funktioniert
Der beste Raum bringt nichts, wenn er falsch genutzt wird. Wenn Termine ohne Puffer direkt hintereinander geplant sind, niemand den Raum nach dem Meeting kurz „resettet“ oder jede Gruppe das Setup anders hinterlässt, entsteht schnell Chaos. Dann sehen Sie genau die typischen Probleme: Stühle stehen kreuz und quer, Kabel sind verstellt, das Whiteboard ist voll, der letzte Call ist noch eingeloggt – und der nächste Termin startet wieder hektisch statt professionell.
Damit Ihr Besprechungsraum dauerhaft funktioniert, brauchen Sie keine komplizierten Prozesse, sondern einfache Standards, die jeder versteht und einhalten kann. Legen Sie zum Beispiel fest, dass zwischen Meetings grundsätzlich ein kurzer Puffer eingeplant wird – schon fünf Minuten reichen, um den Raum zu verlassen und neu zu starten.
Definieren Sie außerdem eine klare Grundordnung: Wo stehen Stühle im Standard? Wo liegt das Meeting-Kit? Welche Technik-Einstellung bleibt unverändert? Und was ist nach einem Termin Pflicht, etwa Whiteboard reinigen oder lüften?
Besonders hilfreich sind kleine „Reset-Routinen“, die in weniger als einer Minute erledigt sind. Denn je schneller und einfacher es ist, desto eher wird es umgesetzt. So bleibt der Raum stabil, wirkt bei jedem Termin professionell und wird nicht zur Dauerbaustelle. Mini-Fazit: Ein guter Besprechungsraum ist nicht nur eingerichtet – er ist organisiert.
Fazit
Ein guter Besprechungsraum ist kein „Nice-to-have“, sondern ein echter Produktivitätsfaktor. Hier werden Entscheidungen getroffen, Projekte gesteuert und Zusammenarbeit möglich gemacht – und genau deshalb lohnt es sich, den Raum bewusst zu gestalten. Mit den 12 Maßnahmen aus diesem Beitrag schaffen Sie eine Umgebung, die Meetings spürbar verbessert: weniger Technikstress, klarere Kommunikation, mehr Fokus und ein professioneller Eindruck nach innen und außen. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst günstig einzurichten, sondern sinnvoll zu investieren – in Akustik, Licht, Luftqualität, Struktur und einfache Standards, die im Alltag zuverlässig funktionieren.
Wenn Sie Ihren Besprechungsraum nicht nur optisch aufwerten, sondern als Werkzeug für bessere Zusammenarbeit verstehen, gewinnen Sie Zeit, Qualität und Ruhe in Ihren Projekten. Starten Sie am besten mit den größten Hebeln wie Akustik, Hybrid-Setup und Ordnungssystem – und optimieren Sie Schritt für Schritt weiter. So wird aus einem Raum ein echter Erfolgsfaktor für Ihr Projektmanagement.
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